Silke Decker

Ich bin Silke, Produktdesignerin und Künstlerin mit einer Leidenschaft für außergewöhnliche Techniken, minimalistische Formen und eine klare Designsprache. Nach meine Studium an der Kunsthochschule und verschiedenen Auftragsarbeiten für Unternehmen, habe ich mich 2008 selbstständig gemacht.

 

Im Zentrum meiner Arbeit steht das Material Porzellan. Zum einen, weil ich die Weichheit und Flexibilität der rohen und ungebrannten Masse liebe. Zum anderen, weil die Vielfältigkeit von Porzellan heute oft vergessen wird. Denn wer denkt bei dem Begriff nicht noch immer an Omas Vitrine, das uralte Tee-Service oder vielleicht sogar an die Klassiker der chinesische Dynastien? Dabei kann Porzellan viel mehr. Mit meinen Produkten möchte ich zeigen und erforschen, wie facettenreich das Material ist. Ziel ist durch ihre ästhetische und konzeptionelle Qualität zu bestechen. Zum Gebrauch bestimmt, sind sie haptisch erfahrbare Kunst.

 

Mit der Herstellung von Kordelporzellan habe ich eine eigene Technik entwickelt, die meinen Stücken eine individuelle Handschrift verleiht und ihnen einen hohen Wiedererkennungswert in jeder Raumsituation verschafft.

 

Einen kleinen Einblick in meine Arbeit bietet dieser Film vom NDR.



Herstellungsprozess des Kordelporzellans

 

Bei der von mir entwickelten Technik des Kordelporzellans tauche ich Wollfäden in Gießporzellan lege sie einzeln zu Geflechten aus. 

Im Ofen verbrennen die Fäden und hinterlassen das reine Porzellan.

 

Doch die Struktur der Kordel bleibt erhalten und gibt dem „Kordelporzellan“ seine einzigartige  Identität.

Die Objekte sind trotz ihrer Leichtigkeit stabil.

 

Alle Schalen und Objekte können in der Spülmaschiene gereinigt werden.




we are not in the same boat

Morbides Symbol für Flucht und Leid, entstanden in einer Stadt deren Hafen eine bedeutende Einnahmequelle ist.

 

Morbid symbol of flight and suffering, created in a city whose port is a significant source of income.

 



ˈsounskāp

 

bedeutet Soundscape -Klanglandschaft - in Lautschrift.

Seit ich mit Porzellan arbeite freue ich mich über die Kläge, die die Objekte als Klankörper haben wenn sie angestossen werden.

Der Moment Fantasie mit diesen Klängen zu arbeiten in die Realität zu bringen war in 2020. In den ersten Monaten des Lockdowns als ich die Zeit für etwas nutzen wollte wozu ich sonst keine Zeit gehabt hätte.

Ich begann die Vorstellung zu konkretisieren und eine umsetzbare Form zu suchen.

Da das Thema Klang so viele Facetten hat plante ich gemeinsam mit der Goldschmiedin Silke Lazarević eine Ausstellung mit Workshop für das Folgejahr.

Im Oktober 2021 arbeiteten wir in der Galerie der GEDOK Hamburg.

Meine Arbeit am Klangobjekt ˈsounskāp wurde von der Filmemacherin Malika Musaewa begleitet und in 2022 fertiggestellt.

 

Unterstützt durch den Fonds »Kunst kennt keinen Shutdown«

Musik: Liam Miles

 

 

means soundscape - soundscape - in phonetic transcription.  Ever since I've been working with porcelain, I've been happy about the sounds that the objects have as clan bodies when they're bumped into.  The moment to bring fantasy to work with these sounds into reality was in 2020. In the first few months of lockdown when I wanted to use the time for something I wouldn't have had time for otherwise.  I began to put the idea into concrete terms and to look for a form that could be implemented.  Since the topic of sound has so many facets, I planned an exhibition and workshop for the following year together with the goldsmith Silke Lazarević..  In October 2021 we worked in the GEDOK Hamburg gallery.  My work on the sound object ˈsounskāp was accompanied by the filmmaker Malika Musaewa and was completed in 2022.

 

Supported by the »Art knows no Shutdown« fund

Music: Liam Miles.



Anthropozän

Die Objekte sollen beim Betrachter das Bewusstsein für die Beziehung zwischen Mensch und Natur im sogenannten Anthropozän  wecken. Der Begriff Anthropozän ist ein wissenschaftlicher Vorschlag zur Benennung einer neuen geochronologischen Epoche: nämlich des Zeitalters, in dem der Mensch zu einem der wichtigsten Faktoren für die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde wird. Die Menschheit hat seit 1970 60% der Säugetiere, Vögel, Fische und Reptilien ausgelöscht. (Quelle: großer Bericht des WWF). Das Porzellan-Insekt, das auf der hyperrealistischen Blüte sitzt, thematisiert die Frage, was passieren wird, wenn Insekten aussterben? Was wird der Mensch erschaffen, um die Lücke zu schließen? Vergrößert wie vergrößert offenbart das Insekt die Konstruktion seines Körpers.

 

Das Werk ist eine Hommage an die Natur und ein Blick darauf, wohin uns das Anthropozän führen könnte.

 

Aiming to inspire awareness of the relationship between man and nature in what is called the anthropocene. The term Anthropocene is a scientific proposal for naming a new geochronological epoch: namely, the age in which humans become one of the most important factors influencing the biological, geological and atmospheric processes on earth.

Humanity has wiped out 60% of mammals, birds, fish and reptiles since 1970, leading the world’s foremost experts to warn that the annihilation of wildlife is now an emergency that threatens civilization (source: major report by the WWF).

 

The insect sitting on the hyperrealistic flower is a playful approach to the questions of what will happen when when insects go extinct? What will humans create to fill the gap?   Enlarged as if magnified, the insect reveals the construction of its body.

The work is an homage to the natural world and a playful outlook on where the Anthropocene might take us.

 



Gefäßunikate



Objekte



Körperschmuck

Silber & das weiße Gold

Eine Kooperationsprojekt mit Silke Lazarevic

Durch die Kombination dieser Materialien, ist in der Zusammenarbeit eine anmutige Schmuck Kollektion entstanden.
In deren Leichtigkeit und dem Spiel der Variationen zeigt sich die individuelle Handschrift beider Künstlerinnen.

 

silver& “white gold”

Developed in cooperation with Silke Lazarevic

The combination of these materials, as well as the cooperation in the development, led to a elegant jewelery collection. Lightness and grace mark the dynamic play between each artist’s trademark qualities.

 

silent identitys

Diese Kollektion vereint zwei verschiedene Disziplinen; sie entstand aus der Zusammenarbeit mit der Modistin Teresa Gaschler.

Die Grundidee der beiden Künstlerinnen war, „Porzellanschalen auf den Kopf zu bringen“. Während der Zusammenarbeit zeigte sich schnell, dass beide ihre bislang genutzten Techniken modifizieren mussten, um eine gemeinsame Formsprache zu finden. Nur so konnte etwas Neues, etwas Selbständiges entstehen.

 

silent identitys

This collection melds together two different disziplines, it is developed in cooperation with  milliner Teresa Gaschler.

The basic idea was to bring the  porcelain on the head.