Silke Decker

Gefäßunikate  2019           Unique vessels 2019


Anthropocene

Die Objekte sollen beim Betrachter das Bewusstsein für die Beziehung zwischen Mensch und Natur im sogenannten Anthropozän  wecken. Der Begriff Anthropozän ist ein wissenschaftlicher Vorschlag zur Benennung einer neuen geochronologischen Epoche: nämlich des Zeitalters, in dem der Mensch zu einem der wichtigsten Faktoren für die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde wird. Die Menschheit hat seit 1970 60% der Säugetiere, Vögel, Fische und Reptilien ausgelöscht. (Quelle: großer Bericht des WWF). Das Porzellan-Insekt, das auf der hyperrealistischen Blüte sitzt, thematisiert die Frage, was passieren wird, wenn Insekten aussterben? Was wird der Mensch erschaffen, um die Lücke zu schließen? Vergrößert wie vergrößert offenbart das Insekt die Konstruktion seines Körpers.

 

Das Werk ist eine Hommage an die Natur und ein Blick darauf, wohin uns das Anthropozän führen könnte.

 

Aiming to inspire awareness of the relationship between man and nature in what is called the anthropocene. The term Anthropocene is a scientific proposal for naming a new geochronological epoch: namely, the age in which humans become one of the most important factors influencing the biological, geological and atmospheric processes on earth.

Humanity has wiped out 60% of mammals, birds, fish and reptiles since 1970, leading the world’s foremost experts to warn that the annihilation of wildlife is now an emergency that threatens civilization (source: major report by the WWF).

 

The insect sitting on the hyperrealistic flower is a playful approach to the questions of what will happen when when insects go extinct? What will humans create to fill the gap?   Enlarged as if magnified, the insect reveals the construction of its body.

The work is an homage to the natural world and a playful outlook on where the Anthropocene might take us.

 




 

Bei der von Silke Decker entwickelten Technik des Kordelporzellans werden Wollfäden in Gießporzellan getaucht und einzeln zu Geflechten ausgelegt.

Über längere Zeiträume werden so die Gefäße und Objekte langsam aufgebaut.

 

Im Ofen verbrennen die Fäden und hinterlassen das reine Porzellan. Doch die Struktur der Kordel bleibt erhalten und gibt dem „Kordelporzellan“ seine Identität. Die Objekte sind trotz ihrer Leichtigkeit stabil.

 

 

To produce the structure threads are diped in fluid porcelain. In the fire the thraeds burn completely and leave the remaining porcelain web. The structure of the cord remains and gives the “cordporcelain” its identety. The technique is invented by Silke Decker.

 

In creating intricate, ‘ossified’ vessels, Silke redefines the common perception of porcelain. Here the physical structure takes centre stage, and puts itself firmly in the contemporary arena.

 



Gefäßunikate           Unique vessels



Objekte           Objects



Körperschmuck   Body Jewellery

Silber & das weiße Gold

Eine Kooperationsprojekt mit Silke Lazarevic

Durch die Kombination dieser Materialien, ist in der Zusammenarbeit eine anmutige Schmuck Kollektion entstanden.
In deren Leichtigkeit und dem Spiel der Variationen zeigt sich die individuelle Handschrift beider Künstlerinnen.

 

silver& “white gold”

Developed in cooperation with Silke Lazarevic

The combination of these materials, as well as the cooperation in the development, led to a elegant jewelery collection. Lightness and grace mark the dynamic play between each artist’s trademark qualities.

 

silent identitys

Diese Kollektion vereint zwei verschiedene Disziplinen; sie entstand aus der Zusammenarbeit mit der Modistin Teresa Gaschler.

Die Grundidee der beiden Künstlerinnen war, „Porzellanschalen auf den Kopf zu bringen“. Während der Zusammenarbeit zeigte sich schnell, dass beide ihre bislang genutzten Techniken modifizieren mussten, um eine gemeinsame Formsprache zu finden. Nur so konnte etwas Neues, etwas Selbständiges entstehen.

 

silent identitys

This collection melds together two different disziplines, it is developed in cooperation with  milliner Teresa Gaschler.

The basic idea was to bring the  porcelain on the head.