2003 fing ich an mit keramischen Oberflächen zu experimentieren, indem ich alle möglichen Materialien in flüssiges Porzellan tauchte um interessante, jedoch stabile Strukturen zu erhalten. Als ich diese auf der Jahresausstellung der Hochschule presentierte wurde Peter Siemssen auf mich aufmerksam und lud mich ein als Stipendiatin in seiner Stiftung zu arbeiten. Dort entwickelte ich aus ausgewählten Strukturen nutzbare Gefäße.
Um die Strukturen des Kordelporzellans zu erzeugen, tauche ich Fäden in Gießporzellan und lege sie einzeln über einen Gipskörper zu einem Geflecht aus. Nach einer Trocknungszeit lässt sich dieses vom Gips lösen. Im Brand bei 1240 Grad, wird das Gefäß durch ein Quarzsandbett im Ofen gestützt. Die Fäden verbrennen und es entstehen kleine Hohlräume in dem dann verbliebenen Porzellangeflecht. Das so entstandene Gefäß ist trotz seiner Leichtigkeit stabil.
Interessant zu beobachten ist, dass die Spannungen die nur durch asymmetrisch gelegte Fäden entstehen, so stark sein können, dass sie das Objekt entsprechend des Musters im Brand verformen.

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